„Erlaubt ist, was gefällt“ - dieser Grundsatz macht die Harley-Szene so interessant.
Vorbei die Zeit, in der man einen bestimmten Fahrzeug-Stil fahren musste, um dabei zu sein.
Angesagt ist momentan einfach alles, und diese Tatsache sorgt für eine schier unendliche Vielfalt auf dem Markt.
Um sich hier behaupten zu können, konzentrieren sich die Profis vom House of Flames auf Dinge, die von vielen anderen eher zweitrangig behandelt werden, und dazu zählt in erster Linie beste Qualität. Warum also aufwändige Komplettaufbauten, wenn die Company aus Milwaukee die perfekte Umbaubasis bereits ab Werk liefert. Wie hier zu sehen in Form der Cross Bones.
Ein waschechter „Factory-Bobber“, dem die Jungs vom Münchner HD-Vertragshändler mit ein paar Handgriffen den letzten Schliff verpasst haben.
Die originalen 40 Speichen Räder wurden durch die beliebten „36er“-Alu-Rundlinge von HPU
ersetzt, die eine moderne Interpretation des klassischen Drahtspeichenrades darstellen.
Diese wurden mit Bremsscheiben und Pulley im passenden Design aufgerüstet, jedoch nicht, ohne die Schwinge vorher für ein Drive-Side-Bremssystem vorzubereiten, was freie Sicht auf das Raddesign garantiert.
Nachdem die mit Metzeler Reifen bestückten Räder montiert waren, konnte man mit dem Bau des Heckfenders beginnen. Dieser wurde im klassischen Design gehalten – mitschwingend und gestützt durch eine hohe Sissybar.
So entstand in kürzester Zeit ein Bike, das nicht nur durch die Qualität der verwendeten Basis besticht, die von jedem HD-Händler problemlos gewartet werden kann, sondern auch durch die Schlichtheit der verbauten Materialien. Ein klassische Harley, optisch zeitlos und technisch zeitgemäß.
Text: Sebastian Heid
Bilder: Roger Riedel